Octopus Report Weimar https://www.octopus-report.de Beiträge zu Demonstrationen und Politik Mon, 06 May 2024 09:17:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://i0.wp.com/www.octopus-report.de/wp-content/uploads/2021/10/cropped-oktopus.logo_text_pink_round_corner.png?fit=32%2C32&ssl=1 Octopus Report Weimar https://www.octopus-report.de 32 32 198357448 Antifaschistische Demo zum 1. Mai in Gera https://www.octopus-report.de/2024/05/antifaschistische-demo-zum-1-mai-in-gera/ https://www.octopus-report.de/2024/05/antifaschistische-demo-zum-1-mai-in-gera/#respond Wed, 01 May 2024 17:54:56 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=2220 Am 1. Mai 2024 versammelten sich ca. 700 Aktivisti aus ganz Thüringen am Geraer Hauptbahnhof. Unter dem Motte „Kämpfe verbinden, Kapitalismus überwinden“ wurde zu einer Demonstration anlässlich des Arbeiter*innen-Kampftags aufgerufen. Die Demo verlief ohne Zwischenfälle der Behörden durch Geras Innenstadt und beinhaltete 2 Zwischenkundgebungen.

Bevor es losging eröffnete die Antifa Gera einem Redebeitrag um das Thema der Demo einzuordnen. Es wurde vor dem zunehmend rechten Konsens in Europa gewarnt und den damit einhergehenden Gefahren für Geflüchtete. Des Weiteren wurde zur Solidarisierung mit Arbeiter*innenkämpfen und mit den Aktivisti aufgerufen, welche in Sonneberg und Sondershausen versuchten den rechten Aufmärschen anlässlich des 1. Mais Paroli zu bieten.

Die Demo bewegte sich anschließend zu ihrer ersten Zwischenkundgebung auf dem Zschochernplatz. Dort Gab es mehrere Redebeiträge, unter anderem von einem DGB-Vertreter, welcher an den 2. Mai 1933 erinnerte und die damalige Zerstörung der freien Gewerkschaften
durch die Nazis. Außerdem wurden Themen wie Arbeiter*innenrechte, Ausbeutung im Produktionssektor und aktuelle Wirtschaftspolitik angesprochen. Die Macht des „kollektiven Neins“ läge bei den Gewerkschaften und diese müsse auch genutzt werden. Auch aktuelle Beispiele, wie der Streik im Einzelhandel in Thüringen, für gerechte Löhne wurden angesprochen und darauf hingewiesen, dass nicht alle Streiks so eine große Tragweite haben, wie die der GDL und daher mehr Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit brauchen.

Weiter ging es durch Gera zur nächsten Zwischenkundgebung. Es wurde eine Küfa organisiert und Getränke ausgeteilt. 3 der 4 Redebeiträge behandelten die 1. Mai Demonstration 2023 in Gera, bei der die linke Demonstration gekesselt wurde und einem großen Teil Landfriedensbruch vorgeworfen wurde. Die Situation aber auch das Nachspiel wurden reflektiert, denn im Zuge der Anzeigen, welche gegen linke Demonstrierenden gestellt worden waren, fanden Hausdurchsuchungen in ganz Deutschland statt. Teilweise bei nicht einmal volljährigen wurden Wohn- und Schutzräume ohne triftigen Grund durchsucht und sogar Nachbar*innen mit in diese unnötige Maßnahme hineingezogen.

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„Nie wieder ist Jetzt!“ – Demo gegen Rechts auch in Weimar https://www.octopus-report.de/2024/01/nie-wieder-ist-jetzt-demo-gegen-rechts-auch-in-weimar/ https://www.octopus-report.de/2024/01/nie-wieder-ist-jetzt-demo-gegen-rechts-auch-in-weimar/#respond Mon, 22 Jan 2024 17:00:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=2121 Am 22. Januar versammelten sich auf dem Weimarer Wielandplatz circa 3000 Menschen um den Protest gegen AfD und Rechtsruck auch in Weimar auf die Straße zu tragen. Bundesweit gingen in den vorherigen Tagen mehr als eine Million Menschen auf die Straßen um gegen die menschenfeindlichen Deportationspläne, die einige Politiker*innen von AfD und Werteunion sowie Rechtsextreme in einem geheimen Treffen in Potsdam besprachen, zu protestieren.

Aufgerufen hatten zunächst Student*innen der Bauhaus-Universität unter dem Motto: „Nie wieder ist jetzt – Weimar gegen Faschismus und für Demokratie“. Die eingeladenen Politiker*innen verschiedener Parteien verurteilten die Pläne der AfD und riefen dazu auf aktiv zu werden. Minister*innenpräsident Bodo Ramelow und Hasko Weber (Generalintendant des DNT) bezogen sich auch auf die Geschichte Weimars. Eine Stadt deren Einwohner*innen vom KZ Buchenwald wussten und Schulter-zuckend am Rand standen dürfe niemals leise sein wenn das Gift des Nationalsozialismus zurückkehrt.

Insgesamt zogen die Redner*innen die Schlussfolgerung man müsse als Konsequenz dazu nun mehr Präsenz zeigen. Demokratiefeind*innen solle keine Bühne mehr geboten werden. Zudem müsse man gerade im anstehenden Wahljahr das Vertrauen der Menschen in die demokratischen Parteien zurückgewinnen, obwohl die oft selbst am rechten Rand auf Stimmenfang gehen.

Zeitgleich fand erneut der Montagsprotest ausgehend vom Theaterplatz statt, der abermals von Traktoren unterstützt wurde. Diese verirrten sich auf der Anfahrt auf die Demo auf dem Wielandplatz. Nachdem die Traktoren von Demonstrant*innen an der Weiterfahrt gehindert wurden, nahmen sie einen anderen Weg. Später sperrte die Polizei die Steubenstraße und trennte so die Versammlungen voneinander.

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„Nie wieder ist Jetzt“ – 10.000 Menschen am 20.01. in Erfurt https://www.octopus-report.de/2024/01/nie-wieder-ist-jetzt-10-000-menschen-am-20-01-in-erfurt/ https://www.octopus-report.de/2024/01/nie-wieder-ist-jetzt-10-000-menschen-am-20-01-in-erfurt/#respond Sat, 20 Jan 2024 11:00:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=2152 Am Samstag, dem 20.01.2024, fand in Erfurt eine Großdemonstration unter den Titel „Nie wieder ist jetzt! Antifaschismus muss man selber machen“ statt. Es nahmen zwischen 9 und 12 Tausend Personen teil. Anlass waren die Veröffentlichungen des gemeinnützigen Rechenzentrums „CORRECTIV“ über ein Geheimtreffen, bei dem neben Vertretern der AFD auch bekannte Rechtsextreme teilnahmen und über die millionenfache Deportation von Personen mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft beraten wurde.

Die Demonstration startete um 12 Uhr auf dem Domplatz, welcher sich im Vorfeld bereits sich rasch füllte. Es gab unter anderem Redebeiträge der Omas gegen Rechts, des Autors Jakob Springfeld, migrantischer Organisationen und einer Vertreterin der Kampagne „Dorfliebe für alle“ aus Schmalkalden. Inhaltlich wurde vor allem Kritik an der AFD und ihren Abschiebeplänen geäußert. Dabei wurde auch das durch die Ampelregierung zwei Tage zuvor verabschiedete Rückführungsverbesserungsgesetz angegriffen, welches Abschiebungen zukünftig erleichtern soll und dabei die Rechte von geflüchteten Personen einschränkt. Es wurde zudem auf die Perspektive aus den ländlichen Thüringer Regionen eingegangen, in welchen die AFD teilweise große Teile der Wählerstimmen erhält. Es wurde dabei ein verstärktes persönliches und politisches Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit gefordert.

Die Demonstration startete um 12 Uhr auf dem Domplatz, welcher sich im Vorfeld bereits sich rasch füllte. Es gab unter anderem Redebeiträge der Omas gegen Rechts, des Autors Jakob Springfeld, migrantischer Organisationen und einer Vertreterin der Kampagne „Dorfliebe für alle“ aus Schmalkalden. Inhaltlich wurde vor allem Kritik an der AFD und ihren Abschiebeplänen geäußert. Dabei wurde auch das durch die Ampelregierung zwei Tage zuvor verabschiedete Rückführungsverbesserungsgesetz angegriffen, welches Abschiebungen zukünftig erleichtern soll und dabei die Rechte von geflüchteten Personen einschränkt. Es wurde zudem auf die Perspektive aus den ländlichen Thüringer Regionen eingegangen, in welchen die AFD teilweise große Teile der Wählerstimmen erhält. Es wurde dabei ein verstärktes persönliches und politisches Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit gefordert.

Auch wurden anwesende Vertreter von Parteien aufgefordert, ein Verbot der AFD durch Bundesregierung und Bundestag prüfen zu lassen. Das organisierende Bündnis „Auf die Plätze“ hatte sich im Vorfeld entschieden, keine Parteivertreter auf der Demonstration spreche zu lassen, es waren aber unter anderem Ostbeauftragter Carsten Schneider(SPD), stellvertretende Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt (B90/Grüne) sowie Antje Tillmann (CDU) und Ulrike Grosse-Röthig (Die Linke) anwesend. Gegen 13:15 setze sich der Demonstrationszug in Bewegung und steuerte über die Maximilian Welsch Straße am Theater vorbei auf die Bonemilchstraße und von dort über die Bonifaciusstraße zum Hirschgarten. Die führ hier geplante Zwischenkundgebung musste genau so wie die Routenführung zum Willy-Brandt-Platz abgesagt werden, da zu große Menschenmengen für diese Plätze anwesend waren. Im naheliegenden Veranstaltungsort DasDie Brettl fand zeitgleich die Parteigründung der „WerteUnion“ durch ehemaligen Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maßen statt, welcher in der Vergangenheit mit als antisemitisch, rechtsextremistisch und verschwörungstheoretisch eingestuften Äußerungen auffiel. Auch gegen diese Zusammenkunft demonstrierte die Versammlung lautstark. Über den Anger kehrte der Umzug im Folgenden zum Domplatz zurück, die Veranstaltung endete gegen 15:30.

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„Stoppt die AfD“ – Gegenprotest am Tag der Befreiung https://www.octopus-report.de/2023/05/stoppt-die-afd-gegenprotest-am-tag-der-befreiung/ https://www.octopus-report.de/2023/05/stoppt-die-afd-gegenprotest-am-tag-der-befreiung/#respond Mon, 08 May 2023 16:00:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1982 Am 08. Mai, der als Tag der Befreiung an die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht im Jahr 1945 und damit das Ende des zweiten Weltkriegs erinnert, demonstrierten in Weimar knapp 1000 Menschen gegen einen Montagsspaziergang, bei dem auch AfD Politiker Björn Höcke redete.

Unter dem Motto “Stoppt die AfD“ hatte ein Bündnis von Auf die Straße, dem BgR und der Initiative Gold statt braun zu mehreren Aktionen aufgerufen. In der Wielandstraße und am Wittumspalais gab es Gegendemonstrationen in Sichtweite zur rechten Demo auf dem Theaterplatz. In Redebeiträgen wurde betont, dass es unmöglich sei Rechtsextremist*innen an ausgerechnet diesem Datum vor dem DNT, als Ort der ersten deutschen Demokratie, demonstrieren zu lassen. Viele Gegendemonstrant*innen fanden vor allem Höcke als Redner untragbar. So wurde betont, dass all diejenigen, die die Spaziergänger*innen verteidigten und ihnen immer Raum in der Innenstadt geben wollten spätestens jetzt jedes Argument genommen wurde. Wer immer behauptet mit Rechten nicht marschieren zu wollen nur um dann eine Demonstration mit Höcke durchzuführen, mache sich lächerlich. Ohne Frage Menschenfeindlichkeit in einer wehrhaften Demokratie etwas starkes entgegengesetzt werden. Vor allem an einem solchen Tag, der die Befreiung von vielen jüdischen, homosexuellen, widerständischen und unterdrückten Menschen von den Nationalsozialist*innen markiert.
Nach Redebeiträgen zog die rechte Demo mit circa 400 Teilnehmer*innen unter großem Polizeischutz eine kleine Runde durch die Innenstadt. Dabei versuchten einige Personen mit umgeworfenen Mülltonnen die Demoroute zu blockieren.

Nach Ende des Protests in der Wielandstraße zog eine antifaschistische Spontandemo zum Hauptbahnhof. Als der Aufzug den Stéphane-Hessel-Platz passierte wurden auf dem Platz Antifaschist*innen die zunächst nicht mit der Demo gelaufen waren von Rechten angegriffen. Mehrere leichtverletzte Personen nahm die Polizei in eine Maßnahme. Nach der Beendigung dieser zog die Demo weiter.

Im Verlauf des Abends wurden viele Antifaschist*innen außerhalb von Kundgebungen beleidigt, bedroht und verfolgt. Von einem sicheren Heimweg konnte nur in größeren Bezugsgruppen die Rede sein.

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Demo für die Durchsetzung des Radentscheid Weimar https://www.octopus-report.de/2023/03/demo-fuer-die-durchsetzung-des-radentscheid-weimar/ https://www.octopus-report.de/2023/03/demo-fuer-die-durchsetzung-des-radentscheid-weimar/#respond Wed, 15 Mar 2023 15:50:34 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=2090 Am 15. März kamen auf dem Goetheplatz circa 150 Menschen zusammen, um erneut für die Durchsetzung des Radentscheides zu demonstrieren. Die Demo fand am selben Tag wie die Stadtratssitzung statt, in welcher die Abgeordneten über den Radentscheid nochmal entscheiden sollten und ihn letztlich auch annahmen.

In Redebeiträgen auf dem Goetheplatz wurde mit den versammelten Teilnehmer*innen der lange Weg, den der Radentscheid seit 2021 gegangen ist, besprochen. orw interviewte Paul Grünler vom Radentscheid. Dabei zeigte er sich gegenüber der Stadtverwaltung und linker, grüner und SPD-Fraktion im Stadtrat dankbar für konstruktive Zusammenarbeit. Andere Parteien wirkten weniger kooperativ an dem Prozess mit. Grünler kritisierte dass das ehrenamtliche Engagement des Radentscheides teils nicht wertgeschätzt wurde: „wir wollten eigentlich erklären was wir meinten und was wir oft zurück gekriegt haben ist: ‚Was ihr wollt ist unrealistisch. Was ihr wollt geht nicht.‘ Das hat sich irgendwie undemokratisch angefühlt dafür, dass wir das erste Bürger[*innen]begehren in Weimar waren.“ Es ist sei bezeichnend, dass über ein Jahr nach dem erfolgreichen Entscheid immer noch verhandelt werden muss über rationale Forderungen. Auf dem Weg zu einer wirklich lebenswerten Stadt könne der Radentscheid ohne Maximalforderungen einen wertvollen Beitrag leisten.

Im weiteren Verlauf zog eine Demonstration durch die Schwanseestraße zur Stadtverwaltung wo im Vorfeld der dort stattfindenden Stadtratssitzung einige weitere Redebeiträge gehalten wurden.

Weitere Informationen zur Entwicklung vom Radentscheid in den orw-Beiträgen vom 5.6.2021, 30.10.2021 und 19.06.2022

Man kommt sich natürlich schon zeitweise auch so nen bisschen ähnlich ja auf gut deutschverarscht vor wenn irgendwie. Wir sind in die Parteien gegangen. Wir sind irgendwie dahin gegangen. Wir wollten eigentlich erklären was wir meinten und was wir oft zurück gekriegt haben ist ja was ihr wollt ist unrealistisch, was ihr wollt geht nicht.und das hat sich irgendwie undemokratisch angefühlt dafür dass wir so das erste Bürgerbegehrens in Weimar waren teilweise

Nein ich glaube verdrossen war ich zwischendurch immer wieder aber dass hat nichts mit der Politiker allgemeinen zu tun. Ich glaube es ist wichtig dass >Prozesse auch zeit haben dürfen und dass unterschiedliche Meinungen ausgehandelt werden dürfen.

Ich glaube vor allem dass es wichtig ist, dass es Zeit braucht damit Leute die Möglichkeit haben auch ihre Meinung zu ändern die sie vielleicht am Anfang haben. Was vielleicht Politikverdrossenheit fördert sind nicht die Gespräche die wir geführt habender die ablehnungen sondern dass sind dann immer die die so 3 Tage oder so vor der stadtratssitzung passieren wo dann irgendwelche absprachen die man vielleicht vorher als absprachen empfunden hat nicht als solche mehr interpretiert werden und man dann gefühlt irgendwie im regen stehen gelassen wird

„Wir haben nicht locker gelassen. (…) Gegen alle Widrigkeiten sind wir immer wieder hingegangen, sind immer gesprächsbereit geblieben.“

haben gesagt: ‚Was stimmt noch nicht? Was braucht es noch?‘“

Wo braucht es nochmal Gespräche. Das ging letztendlich bis gestern. Bin mir immer noch nicht 100% sicher was am Ende rauskommen wird. Aber es sieht im moment gut aus und genau das hat es anscheinend gebraucht. Ich hätte mir gewünscht dass es davon weniger gegeben hätte. Wir sind ehrenamtlich unterwegs

Ich wünsche mir das eine breite Mehrheit des Stadtrats dahinter steht weil wir uns davon versprechen wer einmal ja zu etwas gesagt hat spürt eine Verpflichtung dazu und genau diese Verpflichtung daran werden wir auch alle Parteien messen und alle die heute mit Ja gestimmt haben und das werden wir auch überprüfen. Da gibts auch Instrumente in der Drucksache die wir dafür vorgesehen haben

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Pazifismus von Rechts? https://www.octopus-report.de/2023/03/pazifismus-von-rechts/ https://www.octopus-report.de/2023/03/pazifismus-von-rechts/#respond Mon, 06 Mar 2023 00:01:16 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1946 Am vergangenen Montag versammelten sich auf dem Sophienstiftsplatz circa 100 Personen, um sich einer durch die AfD organisierte Montagsdemo entgegen zu stellen. Unter dem Motto „Pazifismus von Rechts? Gegen AfD Demagogie!“ rief das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BGR) zum Protest gegen die anhaltenden Montagsspaziergänge in Weimar auf.

Bei hitziger Stimmung wurden Redebeiträge gehalten, die der AfD erneut ein Ausnutzen der Situation vorwarfen. Dass sich die rechtsextreme Partei nun als Friedenspartei inszenieren will, wurde als durchschaubar abgetan und scharf kritisiert. Das Friedensverständnis der AfD wurde eindeutig nicht geteilt.

Redner*innen auf dem Montagsspaziergang, wie Stefan Brandner von der AfD, machten sich lächerlich, indem sie die Bundesregierung wenig konstruktiv als „größte Versagerregierung“ bezeichneten. Brandner beleidigte zudem Außenministerin Annalena Baerbock sexistisch und machte sich über ihre Englischkenntnisse lustig. Weiter meinte Brandner, dass denen, den früher Verschwörungsmythen vorgeworfen wurden, während der Corona-Pandemie in „allen Punkten Recht behalten haben“.

Während der Demonstration teilten sich Demozüge auf. Die Spaziergänger*innen verließen angemeldete Routen und erzeugten ein sehr unübersichtliches Bild. Die Polizei war in weiten Teilen überfordert und konnte teils nicht adäquat auf die Lage reagieren.

Teilnehmer*innen der AfD-Demo beleidigten Besucher*innen der Gegendemo homophob. Pressevertreter*innen wurden beschimpft und bedrängt. Im Verlauf der Demo wurden Menschen die im Presseauftrag Fotos aufnahmen angegriffen und geschubst.

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Globaler Klimastreik 03.03.2023 https://www.octopus-report.de/2023/03/globaler-klimastreik-03-03-2023/ https://www.octopus-report.de/2023/03/globaler-klimastreik-03-03-2023/#respond Fri, 03 Mar 2023 20:32:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1901 Am 3.3.2023 fand in Weimar eine Demonstration anlässlich des Globalen Klimastreiks von „FridaysforFuture“ statt, die Weimarer Veranstaltung dazu stand unter dem Titel „Ende Fossil fuels, ÖPNV für alle“ und hatte laut Veranstalter rund 300 Teilnehmer.

Die Veranstaltung begann 15:30 auf dem Theaterplatz und wurde von einer musikalischen Darbietungen der „Elephant Band“ eingeleitet, im Folgenden gab es verschiedene Reden.
Vom Veranstalter selbst wurde auf die Notwendigkeit einer sozial-gerechten Verkehrswende aufmerksam gemach. Bundesweit stand der Freitag unter dem Zeichen einer Kooperation von FfF und dem Gewerkschaftsbund ver.di der mit Warnstreiks vielerorts den ÖPNV lahmlegte unter anderem wird eine bessere Bezahlung, dichterer Fahrtakt und eine umfangreiche Elektrifizierung des öffentlichen Verkehr gefordert.
Eine weitere Rednerin kam von der Weimarer Gruppe „Radentscheid“, hier ging es vor allem um die Alternativen zum Auto und der Umsetzung von ÖPNV und Radwegen in Weimar. Dabei wurde auch harsche Kritik am Stadtrat geäußert. Dieser hatte eine Entscheidung über die Umsetzung des Bürgerbegehrens, das 2021 über 6000 Unterschriften gesammelt hatte zuletzt mehrfach verschoben hatte. Ein Entscheidung wird in der Stadtratssitzung am 15.3. erwartet.
Außerdem gab es eine Rede der wegen ihrer Protestaktionen bundesweit bekanntgewordenen Gruppe „Letzte Generation“ und der Weimarer Künstlerin Vivi Materem.
Nach der Kundgebung folgte ein Protestumzug durch die Weimarer Innenstadt, an ausgewählten Plätzen kam es zu zusätzlicher musikalischer Unterstützung durch „Tuba Libre“. Zum Abschluss der Demonstration, wiederum auf dem Theaterplatz, wurde bekannt gegeben das für jeden Teilnehmer ein Baum gepflanzt werde.

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Den Rechten die Einheit vermiesen! https://www.octopus-report.de/2022/10/den-rechten-die-einheit-vermiesen/ https://www.octopus-report.de/2022/10/den-rechten-die-einheit-vermiesen/#respond Mon, 03 Oct 2022 16:00:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1663 „Den Rechten die Einheit vermiesen!“

Unter diesem Motto rief die Antifaschistische Aktion Gera am 3.10.2022 zu einer Demonstration auf. Hintergrund dieser Demonstration war, dass der Neonazi C. Klar, der unter anderem die Montagsspaziergänge anmeldet und anführt, bundesweit nach Gera mobilisiert und Redner*innen wie B. Höcke und den Gründungsvorsitzenden der Freien Sachsen, M. Kohlmann, eingeladen hat. Der antifaschistische Gegenprotest sammelte sich gegen 15:15 Uhr am Theatervorplatz, wo er 15:40 Uhr auch eröffnet wurde und sich 20 Minuten später kämpferisch in Bewegung setzte. In der Heinrichstraße fand von 15-18 Uhr eine Demokratiemeile mehrerer demokratischer Parteien stattfand. Während der Zwischenkundgebung in der Nähe des Hölerfestes gab es Redebeiträge, unter anderem von K. König-Preuss (Die Linke) M. Henfling(B.90/Die Grünen) und E. Kaiser (SPD) welche die außenstehende Bevölkerung ansprach, sich dem antifaschistischen Kampf anzuschließen. Die Polizei schätzt die Zahl der Demonstrant*innen auf 385.

Am Ort der Abschlusskundgebung warteten bereits dutzende Polizist*innen auf den ankommenden Demozug. Teile der Demo bildeten eine spontane Menschenkette in der Breitscheidstraße während der Rest sich als Spontandemonstration Richtung Theatervorplatz in Bewegung setzte.

Die Spontandemo lief durch die Straßenbahnunterführung, wo sie letztendlich deutlich über eine Stunde eingekesselt wurde. Während des Kessels der übrigen geschätzten 100 Antifaschist*innen kam es von Seiten der Polizei mehrfach zu körperlichen Auseinandersetzungen, und Schlägen mit Schlagstöcken. Infolgedessen wurde die Demo durchgehend von mehreren Kameras abgefilmt. Auch ein Reitzgaswerfer wurde mit sich geführt. Die Menschenkette in der Breitscheidstraße startete einen Blockadenversuch, welcher rasch geräumt wurde. Trotz dieser Schikane kam es zu keinerlei polizeilichen Identitätsfeststellungsmaßnahmen. Die fast 10000 Demonstrant*innen der rechtsideologischen Gruppen konnten während dessen mit sehr wenig polizeilicher Begleitung passieren, was auch Angriffe auf Journalist*innen und Außenstehende mit sich zog.

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Montagsspaziergang gegen „politische Bevormundung“ https://www.octopus-report.de/2022/09/montagsspaziergang-gegen-politische-bevormundung/ https://www.octopus-report.de/2022/09/montagsspaziergang-gegen-politische-bevormundung/#respond Mon, 26 Sep 2022 17:00:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1611 Am Montag, dem 26.09.2022 fand in Weimar ein sogenannter Spaziergang des verschwörungsideologischen Spektrums statt, zu welchem unter anderem auch die Weimarer AFD Fraktion aufgerufen hatte.

Die angemeldete Demonstration startete gegen 19 Uhr am Theaterplatz, und führte nach einer kurzen Rede zu Beginn durch die Schillerstraße und Marktplatz zum Herderplatz und von dort aus über Markt, Frauenplan, Steubenstraße, Goetheplatz, Graben und Herderplatz zurück in die Schillerstraße. Der Demonstrationszug wurde durch verschiedene Banner begleitet, welche vor allem regierungskritische Inhalte darstellten. Angeführt wurde die Demonstration von der Anmelderin Regine Radke und verschieden Fahnen des „Freien Thüringen“ und der „Freien Sachsen“, die Letztere wird vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingeschätzt. Aus der Veranstaltung heraus gab es mehrfach Ausrufe gegen die vor Ort befindliche Presse.

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Globaler Klimastreik 2022 https://www.octopus-report.de/2022/09/globaler-klimastreik-2022/ https://www.octopus-report.de/2022/09/globaler-klimastreik-2022/#respond Thu, 22 Sep 2022 22:56:00 +0000 https://www.octopus-report.de/?p=1365 Gegen 17:20 startete der Demozug über die Jakobsstraße in Richtung Stéphane-Hessel-Platz. Ab hier sollte der Demozug von einem Wagen mit DJ und Musik begleitet werden, was nach einigem Warten auf dem Platz von den Organisator*innen aufgrund technischer Probleme abgesagt werden musste. Die Demonstration führte dann ohne Musik über Goetheplatz, Sophienenstiftsplatz, Steubenstralße, Frauenplan und Markt zurück zum Herderplatz. Etwa 250 Personen nahmen an dem Aufzug teil.

Die Weimarer Veranstaltung anlässlich des globalen Aufrufs startete 16 Uhr auf dem Herderplatz und stand unter dem Motto „Weg mit der Kohle“. Die Kundgebung wurde mit 4 Reden eingeleitet. Thematisch setzten sich diese vor allem mit der aktuelle Energiekrise auseinander. Es wurde hierbei aufgezeigt, dass auch FridaysForFuture von Grund auf gegen die durch die Krise wachsende soziale Ungleichheit ausgerichtet sei, da sie sich für Klimagerechtigkeit und nicht nur bloßen Klimaschutz einsetzen, was soziale Gerechtigkeit zwingend einbezieht. Außerdem wurden Forderungen nach kostenlosem ÖPNV und dem schnellstmöglichen Ausstieg aus Kohleabbau und -verstromung geäußert und sich gegen den Bau umfangreicher neuer Gasinfrastruktur ausgesprochen. Die Alternative hierfür seien massive Investitionen, wie z.B. ein Sondervermögen ähnlich dem für die Bundeswehr und die Vereinfachung der Planung von erneuerbaren Energien.

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